Es ist wieder Zeit, eine weiße Rose zu tragen…

Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique „regieren“ zu lassen. Ist es nicht so, daß sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten? Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen – wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang.

Wer jetzt meint, dass ich hier einige passende Zeilen bezüglich der momentanen Situation verfasst hätte, den muss ich enttäuschen. Diese Zeilen stammen aus dem ersten Flugblatt der weißen Rose aus dem Sommer 1942. Aber sie haben nichts an Aktualität und Aussagekraft verloren. Jeder Mensch ist aufgefordert, hierrüber nachzudenken und sich dann zu positionieren. Wer in Deutschland zur Schule gegangen ist, der weiß wohin eine Regierung über Erlasse und Verordnungen ohne Parlament und Opposition bei einer gleichgeschalteten Presse führt. Jeder ist angehalten, dies zu verhindern. Steht nicht irgendwann da und sagt, das hätten wir nicht gewußt.

Das Lied der Deutschen

Am 29. August 2020 demonstrierten viele Menschen aus der breiten Mitte der Gesellschaft in Berlin für die Aufhebung der Corona-Beschränkungen. Während dieser Demonstration sangen die Demonstranten der Polizeimacht unsere Nationalhymne – Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland – entgegen, als die Polizei die Demonstration aufzulösen versuchte. Diese Bilder haben mich tief bewegt und daher schreibe ich hier ein paar Zeilen zur Herkunft und Bedeutung des Liedes der Deutschen.
Das Lied der Deutschen steht meines Erachtens in einem viel strahlenderen Licht als viele Menschen meinen, die diesem Lied eine nationalistische und imperialistische Bedeutung beimessen. Gerade heute, in einer Zeit, in der tiefe Risse durch die Gesellschaft gehen und die Einigkeit des deutschen Volkes und das Recht und die Freiheit der Menschen immer weiter eingeschränkt werden, kann uns die Auseinandersetzung mit diesem Lied helfen, wieder für die Werte unserer Gesellschaft einzustehen.

Das Lied wurde 1841 von Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland geschrieben. Diese Zeit war von dem Streben der Menschen nach Einigkeit und Recht und Freiheit für alle deutsch sprechenden Menschen gekennzeichnet. Dies ist in der ersten Strophe zu sehen. In dem dort beschriebenen Gebiet wurde deutsch gesprochen. Und an diese Menschen richtet sich das Lied. Es hat also nichts mit Imperialismus zu tun, sondern eher mit eienem tiefen Wunsch und Begehren für alle Deutschen. Dieser Wunsch äußerte sich in dem Bestreben nach Einigkeit. Damals war Deutschland in mehrere Königreiche und Fürtsentümer zersplittert. Diese Kleinstaaterei sollte überwunden werden und in einem geeinten Deutschland enden. Es solllte nicht mehr von Schleswig, Holstein, Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg usw. gesprochen werden. Ein geeintes Deutschland sollte aus diesen Kleinststaaten entstehen. Daher die Worte: Deutschland, Deutschland über alles….
Ziel der Menschen war es nach der französichen Besetzung einen deutschen Staat für alle Deutschen zu errichten. In diesem Staat sollten die Menschen frei von Knechtschaft sein. Die Menschen sollten sich demokratisch an dem Staatswesen beteiligen können. In diesem Staat sollten die Menschenrechte gelten, die im Nachgang der französichen Revolution Einzug in das Denken der Menschen gehalten hatten.
Einen breiten Zustpruch fanden diese Ideen an den Universitäten. Hier gründeten sich die verschiedensten Studentenverbindungen, in denen sich Studenten für den gemeinsamen Freiheitskampf verbanden. Aufgrund dieser progressiven Bestrebungen wurden die Verbindungen verboten. Doch im Untergrund ging der Kampf für Einigkeit und Recht und Freiheit für alle Deutschen weiter. In diesem historischen Kontext ist das Lied der Deutschen zu sehen. Es ist ein Revolutionslied. Und heute, in dem die Früchte der Freiheitskämpfer des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gerade in den Staub fallen, sollten wir uns alle bewußt werden, woher wir kommen und wohin wir gerade gehen.

Was ich in diesen Tagen vermisse, ist das Aufbegehren der Verbindungen, die es ja noch gibt. Gerade sie sollten sich ihrer grundlegenden Ideale und der Herkunft ihrer Traditionen bewußt sein und gegen die massiven Einschränkungen unserer Grundrechte aufstehen. Dafür hatten ihr Vorfahren gekämpft und sind dafür auch gestorben. Als Mitglied einer Studentenverbindung betrübt es mich mitzuerleben, dass einige meiner Verbindungsbrüder die Querdenken-Bewegung als die neuen Faschisten betiteln. Denn hier wird nur nachgeplappert, was uns die Staatspropagandamedien vorsetzen. Und diese Inhalte dürfen ja nicht hinterfragt werden. Wo ist euer freies Denken, euer freier Geist? Wo bleibt euer Aufbegehren in bester korporativer Tradition, dem Freiheitskamp – dem Kampf für den Erhalt unserer Grundrechte? Geht auf die Straße und kämpft für die Einigkeit und das Recht und die Freiheit des Deutschen Vaterlandes – jetzt!

 

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