Der Vorhang hebt sich
Heute bin ich davon überzeugt, dass wir in einer Fassadendemokratie leben. Es gibt – wie im alten Rom – Brot und Spiele und die Menschen werden darüber ruhig gestellt. Campionsleague, Bundesliga, Formel 1, DSDS, The Voice, The Biggest Loser, Filme, Serien, Talk Shows wie Anne Will und so weiter, das sind die Spiele unserer Zeit. Die Nachrichten tragen dann ihren Teil dazu bei, um uns glauben zu lassen, dass wir in einer echten, parlamentarischen Demokratie leben, in der unsere Stimme Gewicht und Einfluss hat. Wer glaubt das eigentlich noch?
Ich kann nur sagen, dass meine Stimme bei der Wahl überhaupt keinen Einfluss hat. Es ist auch egal, was man wählt, es ändern sich nichts.  Doch, es ändert sich etwas, nämlich die Dinge, zu denen der Wähler nicht gefragt wurde, wie der Atomausstieg, die Schließung der Kohlekraftwerke bis 2038, die Öffnung der Grenzen für jeden Menschen, der zu uns kommt. Wurden diese Entscheidungen in Wahlkämpfen durch die Parteien für die nächste Legislaturperiode angepriesen, sodass der Wähler sich dafür oder dagegen entscheiden konnte? Nein, es wurde einfach durch die Regierung beschlossen. Ist das demokratsich? Nein, ist es – nach meinem Demokratieverständnis – nicht. Daher leben wir in einer Fassadendemokratie.
Das heißt, wir leben in eine Scheindemokrtie, die sich wie eine Fassade vor den eigentlichen Entscheidungsprozessen befindet. Sie ist nicht wichtig und dient nur dazu, dem Wähler, dem Bürger, dem Volk das Gefühl zu vermitteln, es würde an Entscheidungsprozessen, durch die Abgabe seiner Stimme bei den Wahlen, demokratisch teilnehmen. In Wirklichkeit ist dem nicht so. Mit diesem Wissen ergibt auch folgendes Zitat von Horst Seehofer einen Sinn: Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden. (Horst Seehofer, ARD-Sendung Pelzig unterhält sich, 20.05.2010)
Von den wichtigen Entscheidungsträgern erfahren wir in den Medien nichts. Das, was wir erfahren, ist mit der Fassadendemokratie gleichgeschaltet und dient der Ablenkung und Verschleierung. Wenn man sich heute kritisch zu bestimmten „Wahrheiten“ äußert, wird man als Verschwörungstheoretiker, Nazi oder Klimaleugner abgestempelt und in die dementsprechende Schublade gesteckt. Eine bedenkliche Entwicklung für eine Demokratie in der die Meinungsfreiheit ein Grundrecht ist. Vielleicht ist aber auch dies nur ein Zeichen dafür, dass wir in einer Fassadendemokratie leben.

 

Studien belegen: Die Regierung arbeitet gegen den größeren Teil der Bevölkerung
2016 untersuchte Professor Armin Schäfer vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück, die Frage, in wieweit die Regierung durch Gesetze und Verordnungen den Willen der Bevölkerung umsetzt. Den Auftrag zu dieser Studie kam von der Bundesregierung. Die Studie kam zu folgendem Schluss:
Es ist für die Politik praktisch egal, wie viele arme Menschen oder Zugehörige der Mittelschicht eine bestimmte Veränderung wünschen. Eine messbare Umsetzung von Forderungen aus der Gesellschaft an sie Politik gibt es nur für Forderungen der Einkommensstärksten.
Wurden diese Erkenntnisse durch die Regierung veröffentlicht, die sie ja in Auftrag gegeben hatte? Nein, wesentliche Teile des Berichts wurde vom Kanzleramt einfach stillschweigend  und ohne weitere Debatte gestrichen oder umgeschrieben. Hier fand eine massive Zensur statt. Dieses Treiben der Bundesregierung flog aber auf, so dass ein Ergebnis der Studie zum Vorschein kam. Sie zeigte ganz klar eine Kriese der Repräsentation des größten Teils der Bevölkerung in unserer Demokratie. Geändert hat sich bis heute aber nichts an der Situation. Um es kurz zu machen: Die Regierung arbeitet für die Reichen. Und es ist egal, wo der Wähler sein Kreuz macht.
In den USA unternahm Professor Martin Gilens von der Princeton University in der Zeit von 1981 bis 2002 eine systematische Untersuchung bezüglich der Frage, welche Einkommensklassen bei der politischen Umsetzung durch die Regierung berücksichtigt worden sind. Er kam zu dem gleichen Ergebnis der deutschen Kollegen: Die Ansichten der Armen und der Mittelschicht sind auch in den USA völlig irrelevant für die Politik.

(vgl. Paul Schreyer: Die Angst der Eliten. S. 14-21, Frankfurt am Main, 32020)

 

Fassadendemokratie und Tiefer Staat
Wenn man erkennt, dass wir in einer Fassadendemokratie leben, zieht das die Frage nach sich, wer denn dann die Geschicke des Saates leitet. Hinter der Fassade steckt der Tiefe Staat. Nur was ist das? An dieser Stelle möchte ich Paul Schreyer zitieren:
„Man denkt dabei an „dunkle Mächte“  und Verschwörungen – großes Kino jedenfalls, voller Intrigen und finserer Hintermänner. Doch der Tiefenstaat ist gerade kein platter „Club der Weltverschwörer“, der überall und jederzeit sämtliche Fäden zieht. Ähnlich wie das komplexe Gebilde Staat bezeichnet auch der Begriff Tiefenstaat keine definierte Organisation mit Mitgliederliste und einem Big Boss an der Spitze, sondern ein eng verflochtenes Millieu aus Reichen, Regierungsbeamten, Geheimdienstlern und Militärs, die sich informell organisieren und unabhängig von Wahlergebnissen und Parlamenten versuchen, den Einfluss der eigenen Kreise zu sichern.
Ein gutes Beispiel für solche Netzwerke bietet die Entstehung der CIA. Der berühmte amerikanische Geheimdienst wurde nach dem Zweiten Weltkrieg nicht etwa von der Regierung oder dem Parlament konzipiert, sondern von Bankern. Im Zentrum der Planung stand der weltgewandte Diplomat und Wall-Street-Anwalt Allan Dulles, der damals als Präsident dem Council on Foreign Relations vorstand, einem mächtigen privaten Eliteclub – vom Spiegel einmal als „Politbüro für den Kapitalismus“ bezeichnet -, der im Wesentlichen die Interessen des Finanzsektors vertrat und der bis heute versucht, die Ziele der großen Banken und exportorientierten Konzerne in offizielle staatliche Außenpolitik zu übertragen.“ (Paul Schreyer: Die Angst der Eliten. S. 130, Frankfurt am Main, 32020)
Demnach ist der Tiefe Staat ein Netzwerk privater Organisationen, die den echten Staat benutzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Werden Ereignisse mit dem Tiefen Staat in Verbindung gebracht, wie die Iran-Contra-Affäre oder die Ereignisse vom 11. September 2001, wird sofort von Verschwörungstheorien gesprochen. Hier wird aber deutlich, wie der eigene Staat von nicht gewählten Kräften in krimineller Weise unterwandert wird, ohne dass die Regierung versucht dies zu unterbinden.
So sagte es der chilenische Präsident Salvador Allende am 4. Desember 1972 vor der UNO in New York:
„Uns stehen Kräfte gegenüber, die im Schatten wirken, ohne eine Flagge, aber mit mächtigen Waffen an vielen einflussreichen Positionen. (…) Die großen kapitalistischen Firmen wollen mit ihrer Aggression  die Emanzipation des Volkes blockieren. Es handelt sich um einen direkten Angriff auf die wirtschaftlichen Interessen der Arbeiter Chiles. (…) Internationale Konzerne nehmen Einfluss auf grundsätzliche politische, wirtschaftliche und militärische Entscheidungen. Diese Firmen sind globale Organisationen, die von keinem Staat abhängen und von keinem Parlament kontrolliert werden oder diesem Rechenschaft schulden. Mit einem Wort: Die gesamte politische Struktur der Welt wird untergraben. (…) Von dieser Gefahr sind nicht nur die unterentwickelten Länder bedroht, sondern auch die Industriestaaten.“ (Paul Schreyer: Die Angst der Eliten. S. 139, Frankfurt am Main, 32020)
Sehr deutlich wird dies in der weltweiten Corona-Krise von 2020. Dazu mehr in einem eigenen Artikel zum Angriff des Tiefen Saates auf die Weltbevölkerung durch das Corona-Virus.

 

Aufbau und Struktur des Tiefen Staates
Der Tiefe Staat besteht aus 4 Ebenen, die man sich als immer größer werdende Kreise vorstellen kann. Im innersten Kreis (1) befinden sich die Mächtigen und Super-Reichen mit ihren Familien und Konzernen. Wer heute im einzelnen dazugehört, kann ich so genau nicht sagen. Der Leser kann sich dazu seine eigenen Gedanken machen, wenn er über die Geschichte des Tiefen Staates gelesen hat, der seinen Anfang am Ende des 19. Jahrhunderts in Großbritannien hat, dem Imperium, bevor die USA zum jetzigen Imperium aufgestiegen sind.
Im zweiten Kreis (2) finden wir die Vorsitzenden der internationalen Konzerne und größten Finanzunternehmen der Welt. Sie mehreren den Reichtum des inneren Kreises und bereichern sich dabei selbst. Hier findet man vielleicht auch den Präsidenten der USA oder den britischen Premierminister.
Im dritten Kreis (3) finden wir die wichtigsten Politiker der Welt, Regierungschefs und Spitzen-Militärs. Ihre Aufgabe ist es, die Gewinne der Produktionsleistungen der Gesellschaft zu den inneren Kreisen hin umzuverteilen. Außerdem sind sie die Akteure vor dem Vorhang der Parlamentarischen Demokratie, die den Bürger über die tatsächlichen Verhältnisse täuschen. Sie sichern durch ihre legitme Wahl das Fortbestehen des Tiefen Staates ab. Die Zahl der Mitglieder dieses Kreises steigt stark an.
Im äußeren Kreis (4) finden wir Stars und Promis, die mit ihrer Prominenz den Nicht-Previligierten erzählen, wie die Welt funktioniert, wie bestimmte Dinge einzuordnen sind und was gut und was böse ist. Sie werden z.B. in die erste Reihe gestellt, wenn es wieder Zeit ist, einen Krieg aus humanitären Günden zu führen. Von ihnen werden wir dann auf Linie gebracht. Aber auch die Medien, Wissenschaftler wie Prof. Dr. Harald Lesch, Schriftsteller, Sportler, Künstler, Vertreter von NGOs wie Greta Thunberg u.a. gehören zu diesem Kreis. Menschen, die über den Roten Teppich schreiten und die Meinungen der inneren Kreise in die Welt tragen, gehören zum äußeren Kreis. Wir, die wir außen stehen, müssen uns dessen bewusst sein und kritisch bleiben.

 

 

Das Vorgehen des Tiefen Staates – der Neoliberalismus
Die Umverteilung der Finanzen hin zu den inneren Kreisen wird durch das wirtschaftspolitische Konzept des Neoliberalismus bewerkstelligt. Der Neoliberalismus verfolgt drei Ziele:

Die Rückführung der Saatsquote
– Abschaffung aller Preiskontrollen und Subventionen
– Kürzung der öffentlichen Haushalte
– Verminderung staatlicher Investitionen

Die Privatisierung staatlicher Aufgaben
– Privatisierung der Energieversorgung (RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW)
– Privatisierung des Verkehrs (Bahn, bald auch Autobahn?)
– Privatisierung der Kommunikation (Post, Telekommunikation)
– Privatisierung der Krankenhäuser
– Privatisierung von Pflegeheimen

Die Deregulierung des Kapitalverkehrs
– Begrenzung der Löhne nicht aber der Kapitaleinkünfte (spezielle Steuern wie Öko-Steuer und bald auch CO2– Steuer?)
– Abwertung der Währung (Nullzinspolitik)
– Privilegien für ausländische Investoren (Befreiung von Steuerzahlungen)

Folgen davon sind u.a., dass die Löhne in einigen Berufen, die für unsere Gesellschaft essentiell sind, viel zu niedrig sind. Das betrifft z.B. Krankenschwestern und Altenpfleger; aber auch den gesamten Niedriglohnsektor, dessen Ausbau die Folgen der sozialdemokratischen Harz IV-Reform ist.
Gleichzeitig steigen die Mieten so massiv an, dass sich Menschen aus oben genannten Berufsgruppen oft die Mieten an ihrem Arbeitsort nicht mehr leisten können. Dabei möchte ich das Problem für die Rentner gar nicht weiter beleuchten, aber es ist da. Das liegt unter anderem daran, dass in den 1990er Jahren staatliche Wohnungsbaugesellschaften privatisiert wurden und seit dem nicht genug im sozialen Wohnungsbau unternommen wurde. All das sollte der Markt regeln. Im Zuge der Privatisierung wurden Wohnungen zu Spekulationsobjekten, die teilweise unbewohnt sind.
Wo man hinschaut, es geht immer um Kostensenkung und Gewinnmaximierung. Wenn sich der Staat aus bestimmten Bereichen zurückzieht, ist das nur selten im Interesse der Bürger, aber immer im Interesse derer, die hier ihre Gewinne erzielen.
Wenn aber diese Unternehmen in Schieflage geraten ist der Ruf nach staatlicher Unterstützung da, denn „We are to big to fail!“.

(vgl. Ulrich Mies und Jens Wenicke (Hg): Fasadendemokratie und Tiefer Staat, S. 28 – 29, Wien, 42018)

 

Wie weit reicht der Tiefe Staat?
Nach meinem Verständnis besteht der Tiefe Staat im Kern aus wenigen Super-Reichen, die im ausgehenden 19. Jahrhundert erst in Großbritannien und dann in den USA Fassadendemokratien errichtet haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden dann auch die amerikanischen Vasallenstaaten in Europa umgebaut. Heute ist der Tiefe Staat ein weltumspannendes Konstrukt unter amerikanischer Führung. Es besteht aus internationalen Netzwerken, die den Tiefen Staat ausmachen. Dazu gehören amerikanische Politiker, Politiker der Vasallenstaaten, die NATO, der IWF, NGOs – alles Organisationen, die sich der demokratischen Kontrolle durch den Bürger entziehen.

 

Die Geschichte des Tiefen Staates
Die Geschichte des Tiefen Staates beginnt mit dem Aufstieg der Familie Rothschild zur reichsten Familiendynastie, die heute noch aktiv ist. Am 23. Februar 1744 kommt in Frankfurt am Main Mayer Amschel Rothschild zur Welt. Als Jugendlicher wird er von seinem Vater nach Hannover geschickt, wo er als Gehilfe im Bankhaus Oppenheimer arbeitet. Hier lernt er die Dinge, die ihn später zu einem der erfolgreichsten Bankiers Europas werden lassen. Mit 20 Jahren kehrt er nach Frankfurt zurück und gründet dort mit seinem Bruder Kalman ein Handelsgeschäft für Antiquitäten und Münzen. Aus seiner Ehe mit Gutle Schnapper gehen 20 Kinder hervor, von denen aber nur fünf Töchter und fünf Söhne das Erwachsenenalter erreichten. Durch den Handel mit Wechseln und Heereslieferungen steigt sein Vermögen stetig an, bis er selbst Finanzprodukte entwickelt und vertreibt. Er wird zu einem der gefragtesten Bankiers im deutschen Raum. Seine Geschäftsbeziehungen erstrecken sich über die wichtigsten Handelszentren Europas.
In seinem Testament hatte er, als er 1812 starb, verfügt, dass alle Schlüsselpositionen des Familienunternehmens nur mit männlichen Familienmitgliedern zu besetzen seien. Das Erbe der weiblichen Familienmitglieder blieb unter männlicher Verwaltung. Außerdem sollten nur Cousins und Cousinen ersten und zweiten Grades miteinander verheiratet werden, um das Familienvermögen zusammenzuhalten. Bis zum Ende des 19 Jahrhunderts waren die Rothschilds die größte und mächtigste Finanzmacht weltweit. Sie finanzierten Könige und Kriege und damit ganze Nationen. Außerdem finanzierten sie die industrielle Revolution.

(vgl. Compact Spezial, 12/2018, S. 15 ff.)

 

Die Weltverschwörung beginnt in Großbritannien
Am Ende des 19. Jahrhunderts war das Britische Imperium eine weltumspannende Macht, in der die Sonne nicht unterging. Da jedoch alle anderen Imperien irgendwann ein Ende gefunden hatten, stellten sich einige Imperialisten die Frage, wie man das Britsche Imperium vor dem Untergang bewahren könne. Anfang der 1890er Jahre fanden fünf Männer eine Antwort auf diese Frage und schmiedeten einen Plan.
Ihr Ziel war es, einen Geheimbund zu gründen, dessen Aufgabe es war, mit allen Mitteln das Britsche Imperium zu schützen und zu fördern. Alle Menschen der angelsächsische „Rasse“ – also auch die USA – sollten in einem Imperium unter britischer Führung zusammenleben.
Die Verschwörer waren Cecil Rhodes, William Stead, Lord Esher, Lord Nathaniel Rothschild und Alfred Milner. Diese Männer besaßen die finanziellen Möglichkeiten und die Macht, eine Organisation, verborgen vor der Öffentlichkeit, aufzubauen und ihre Ziele umzusetzen. Die Struktur dieses Geheimbundes ähnelt  dem Aufbau des Tiefen Staates. Eine kleine Gruppe sollte den Bund im Inneren leiten. Ihr Anführer war zu Beginn Cecil Rhodes. Sie umgab der innerste Kreis, die Gesellschaft der Auserwählten, die sich bewußt waren, Teil eines Geheimbundes zu sein. Sie strebten nach weltweiter Macht. Der nächste Kreis bestand aus dem Verband der Helfer. Hier wussten nicht alle Mitglieder, dass sie Teil eines Geheimbundes waren. Idealisten, ehrliche Politiker und andere, die sich am äußeren Rand des Bundes bewegten, haben nie erfahren, dass sie in Wahrheit von einer machthungrigen, skrupellosen Elite gesteuert wurden.

Cecil Rhodes – der Gründer
In den 1870er Jahren studierte Cecil Rhodes in Oxford, wo sein weiteres Denken durch John Ruskins geprägt wurde. Ruskins war Professor der schönen Künste, wollte das Gute in die Welt tragen und den englischsprachigen Menschen Bildung, Anstand, Pflichtgefühl und Selbstdisziplin einimpfen. Hinter diesen Zielen verbarg sich eine Haltung, welche die Frauenrechte ablehnte, in der die Demokratie keinen Platz hatte und die „gerechte Kriege“ rechtfertigte. Dabei sollte die Kontrolle des Staates auf eine kleine Elite beschränkt sein. Bestrebungungen nach Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit der Menschen und die damit verbundene Aufhebung der Klassengenzen lehnte er ab. Von diesem Gedankengut wurde der spätere Geheimbund inhaltlich durchdrungen.
Nach seinem Studium wurde Rhodes schließlich Premierminister der Kapkolonie. Hier gelangte er zu einem immensen Vermögen, das auf den Besitz der Kinberly-Diamantenmine beruhte. Er wurde schließlich zu einem der größten Diamantenhändler weltweit. Dabei ging er rücksichtslos gegen die Einheimischen vor. Sein ganzes Leben umgab er sich mit Menschen, deren einziges Motiv Habsucht war.
Schon früh richtete Rhodes seinen Blick auf die angelsächsischen Brüder auf der anderen Seite des Atlantiks – die USA. Ohne deren Einbeziehung in den Plan zur Ausweitung des Imperiums, würde sich die Inselnation Großbritannien auf Dauer nicht halten können.
Oxford sollte in diesem gemeinsamen Imperium das Bildungszentrum werden. Rhodes vergab Stipendien an aussichtsreiche Amerikaner zum Studium in Oxford. Zu diesen gehörte später auch der spätere US-Präsident Bill Clinton und der australische Premierminister Bob Hawke. Der bekannteste Journalist seiner Zeit – William T. Stead – sagte kurz nach Rhodes Tod über diesen: „Er war der Erste einer neuen Dynastie von Geldkönigen, die sich in diesen Zeiten als die echten Herrscher der modernen Welt erwiesen haben.“ (William T. Stead: Last Will and Testament, S. 55) Rhodes ging es bei der Gründung des Geheimbundes darum, möglichst viel Kapital zu sammeln, um seine politischen Ziele verwirkichen zu können. Er wollte sich Politiker und Regierungen kaufen, er wollte sich die öffentliche Meinung kaufen und er wollte über die Werkzeuge verfügen, mit denen er Einfluss auf die Öffentlichkeit nehmen konnte. Die Geheime Elite sollte ihren Wohlstand dazu nutzen, im Verborgenen ihre Kontrolle über die Welt zu erweitern.

Lord Esher – die Verbindung zum König
Reginald Baliol Brett – Lord Esher war Politiker und Staatssekretär in der staatlichen Bauverwaltung. Wichtigere Angebote auf der politischen Bühne lehnte er ab und hielt sich im Hintergrund. Aus dem Verborgenen heraus lenkte er die Geschicke Englands. Er pflegte engste Kontakte zu Königin Victoria, König Edward VII. und König Georg V., deren Interessen er vertrat. Während der Regierungszeit Edward VII. gab er dem König fast täglich Ratschläge und hielt ihn auf dem Laufenden, was die Angelegenheiten des Geheimbundes anbelangte, welcher den König nicht nur in Finanzfragen unterstützte. Was Esher genau tat, war nicht einmal seinen Zeitgenossen bekannt. Er hatte Einfluss in die höchsten Gesellschaftsschichten, er war Vorsitzender in mehreren Geheimausschüssen, war für Berufungen ins Kabinett und für die Vergabe wichtiger diplomatischer Posten verantwortlich. Er war die graue Eminenz, die die politischen Strippen im Hintergrund zog.

Alfred Milner – der Mann im politischen Hintergrund
Eine weitere, weniger öffentlich agierende Person, des Geheimbundes war Alfred Milner. In Deutschland geboren hatte er in Oxford Jura studiert und dort ebenfalls Ruskins Vorlesungen besucht. Er war ein glühender Anhänger seiner Vorstellungen von der führenden Elite. Er selbst besaß kein Vermögen und finanzierte sein Studium über Stipendien. In seiner Studienzeit wurde er ein enger Freund des späteren Premierministers Herbert Asquith. Sein Berufsleben begann er als Anwalt, wobei er sich als Journalist etwas dazu verdiente. Hier traf er auch auf William T. Stead. Schließlich wechselte er in die Politik, wo er sich zu einem mächtigen und erfolgreichen Akteur entwickelte. Als wacher Geist sollte er im Geheimen die Männer hinter dem Vorhang führen.
Durch Milners Begeisterung für das Imperium und dessen zukünftige Ausrichtung, erhielt er Zugang zu einem Kreis liberaler Politiker um Lord Rosebery. 1885 wurde er auf Roseberys Anwesen nach Mentmore eingeladen. Ein Jahr später wurde Rosebery Außenminister und in seinem Kielwasser nahm Milners politische Karriere Fahrt auf. Er wurde Privatsekretär von Schatzkanzler Lord Goschen und war für weite Teile des Staatshaushaltes von 1887 zuständig. Er entwickelte sich zu einer bewunderten und respektierten Persönlichkeit.
Mit seinem dynamischen Auftreten scharte Milner ähnlich denkende Männer um sich. Zwischen 1892 und 1896 leitete er die Finanzverwaltung. 1895 wurde er zum Ritter geschlagen und ein Jahr später wurde er dem König von Lord Esher für das Amt des Hochkommissars für Südafrika vorgeschlagen. Zwischen 1902 und 1925 war er die zentrale Figur innerhalb des Geheimbundes. Hier liegt vielleicht auch der Grund dafür, dass Alfred Milner in der offiziellen Geschichtsschreibung kaum vorkommt.

Lord Nathaniel Rothschild – der Vertreter des internatiolnalen Finanzelite
Wer jetzt noch fehlt, ist der Mann für die Finanzen und die weltweiten Kontakte in die Hochfinanz. Lord Nathaniel Rothschild war der Mann für diesen Bereich des Geheimbundes. Über die Rothschild-Dynastie hieß es:
„Die Rothschild-Dynastie war viel, viel mächtiger als jedes Finanzimperium vor ihr. Sie verfügten über enormes Vermögen, sie agierten international, sie waren unabhängig. Monarchien zitterten vor den Rothschilds, denn sie konnten das Haus nicht kontrollieren. Volksbewegungen hassten die Rothschilds, weil sie sich über das Volk stellten. Und Verfassungsfreunde hassten die Rothschilds, weil diese ihren Einfluss hinter den Kulissen ausübten – geheim.“ (Derek Wilson: Rothschild – The Wealth and Power of a Dynasty, S. 98 f.)
„Natty“ Rothschild war damals wohl der reichste Mann der Welt, der aber meist im Verborgenen handelte. Sein Arm reichte um die ganze Welt. Die enge Familienstruktur wurde seit ihrem Gründer Mayer Amschel Rothschild aufrecht erhalten. Im Laufe der Zeit hatten die Rothschilds ein Netzwerk aus Kurieren, Agent und Familienangehörigen aufgebaut, über das sie schneller über wichtige Ereignisse und Entwicklungen informiert wurden als irgendjemand sonst.
Im 19. Jahrhundert waren die Rothschilds über Bankgeschäfte, Investitionen und Handelsabschlüsse an den  zentralen Faktoren der Wirtschaftsentwicklung jener Zeit beteiligt. Mit ihren Anleihen wurden das europäische und das amerikanische Eisenbahnnetz finanziert. Die Banken stellten Mittel für die Rohstoffgewinnung zur Verfügung – egal, ob es um Erze, Gold, Diamanten, Kohle oder Öl ging. Außerdem finanzierten sie Rüstungsbetriebe. Dabei waren sie bei allen Geschäften darauf bedacht, möglichst anonym im Hintergrund zu bleiben. So retteten sie Unternehmen vor der Pleite und wurden deren Inhaber. Diese Unternehmen dienten ihnen als Tarnung. Beispielsweise retteten sie die Hamburger Privatbank M. M. Warburg und machten sie zu einer der größten Banken Deutschlands. Über diese Bank finanzierten sie dann die deutschen Kriegsanstrengungen des Ersten Weltkrieges. Darüber hinaus nahmen die Rothschilds auch Einfluss auf Politiker und ganze Regierungen. So gaben sie der britischen Regierung 1875 einen Kredit von 4 Millionen Pfund, mit dem sie dem zahlungsunfähigen ägyptischen Vizekönig den Suezkanal abkaufen konnten. 1885 wurde Nathaniel Rothschild in den Adelsstand erhoben. Zu diesem Zeitpunkt gehörte er schon zum Gefolge des Prinzen von Wales, dem späteren König Edward VII. Ihn ermutigte das Haus Rothschild durch seine finanzielle Großzügikeit dazu, weit über seine Verhältnisse zu leben. Sie zahlten seine Spielschulden und ermöglichten ihm ein Leben in Luxus. Eine Hypothek die der Prinz auf das Anwesen Sandringham aufgenommen hatte, wurde dem Prinzen geschenkt. Im Gegenzug konnten sich die Rothschilds nach der Annektion Burmas ein profitables Aktienpaket an den Rubinminen Burmas sichern. Eine Hand wäscht eben die andere.
Das Lord Rothschild ein Verschwörer und Mitglied eines Geheimbundes war, kann man daran erkennen, dass er in seinem Testament verfügt hatte, seine gesamte Korrespondenz nach seinem Tode zu verbrennen. Das erschwert die historische Aufarbeitung seines Wirkens und schützt die Verschwörung bis heute.

William T. Stead – der Meinungsmacher
William T. Stead war nicht nur ein enger Freund Rhodes, er verkörperte auch eine neue Macht auf der politischen Bühne – preisgünstige Tageszeitungen, die immer mehr Einfluss auf die Meinungsbildung des Volkes nahmen. Stead war einer der ersten Enthüllungsjournalisten, die schockierende Missstände in der viktorianischen Gesellschaft aufdeckten. Durch diese Macht gelangte Stead in den elitären Kreis um Cecil Rhodes. Er baute sich ein Netzwerk aus jungen Journalisten auf, welche die Prinzipien des Geheimbundes in das Imperium hinaustrugen. Sie sind die Repräsentanten der Macht der Medien.

(vgl. Gerry Docherty und Jim Mcgregor: Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Welkrieg stürzte, S. 19-27, Rottenburg, 22017)

 

Die Verschwörung wächst – ein internationales Netzwerk der Eliten entsteht
Die fünf oben genannten Männer standen zusammen für eine neue Kraft, die in der britischen Politik heranwuchs. Zu ihnen gesellten sich mächtige, alteingesessenen Adelsfamilien, die lange Westminster beherrscht hatten und dabei häufig mit dem jeweiligen Herrscher unter einer Decke steckten. Allen voran stand das Haus der Cecils.
Robert Arthur Talbot Gascoyne-Cecil, dritter Marquis von Salisbiury, führte Ende des 19. Jahrhunderts die konservative Partei. Im Zeitraum von 1885 und 1902 war er drei mal Premierminister. Im Juli 1902 wurde er von seinem Neffen Arthur Balfour abgelöst. Der Lord von Salisbury hatte vier Geschwister, fünf Söhne und drei Töchter, die alle mit Personen aus der obersten Gesellschaftsschicht verheiratet waren. Dementsprechend wurden wichtige Regierungsposten und Aufgaben im diplomatischen Corps an Verwandte und Freunde vergeben. Dieser Cecil-Block war am Anfang des 20. Jahrhundert eng mit der Geheimgesellschaft verbunden und zusammen bildeten sie eine Geheime Elite.
Auf ähnliche Weise dominierte die Rosebery-Dynastie die liberale Partei. Archibald Primrose, der fünfte Earl von Rosebery, war 1894 und 1895 Staatsseretär im Außenministerium und Premierminister. Auch wenn Salisbury und Rosebery politische Gegner waren, hinderte sie dies nicht daran, hinter den Kulissen im Sinne der Geheimen Elite an einem Strang zu ziehen. Darüber hinaus hatte Rosebery durch die Heirat mit Hannah de Rothschild Zugang zur wichtigsten Bankiersfamilie der Welt erhalten. Lord Esher gehörte zu seinen engsten Freunden. Er bewunderte Cecil Rhodes und berief ihn in den Kronrat. Rhodes machte ihn im Gegenzug zu seinem Testamentsverwalter. So wurde sie an den inneren Kreis gebunden.
Rhodes brachte alle Protagonisten zusammen, Stead beeinflusste die öffentliche Meinung, Esher war die Verbindung zum König, Salisbury und Rosebury hatten die politischen Kontakte, Rothschild repräsentierte das internationale Kapital und Milner war der meisterhafte Manipulator, der Intellektuelle und die starke Führungspersönlichkeit. Diese Gruppe machte sich auf, die Welt zu beherrschen.
Nachdem Alfred Milner von 1897 bis 1905 als Hochkommissar des südlichen Afrikas die Burenkriege bestritt, kehrte er 1905 nach London zurück. Hier war er weiter für die Geheime Elite tätig. 1907 organisierte er die Kolonialkonferenz. Hier begann er die Samen für eine neue Weltregierung auszustreuen. Er begann Alfred Deakin – den Australischen Premierminister – zu umganen, der so angetan von Milner war, dass er ihn als Quelle der Inspiration sah, welcher die jüngere Generation um sich versammeln konnte. Deakin kannte keinen Mann, dem so viel Vertrauen geschenkt wurde. Nur Milner könnte den Wandel herbeifühen. Das war genau das, um was es Milner ging. Zusammen mit den Kontakten der Geheimen Elite fand er Mitttel und Wege, die Dominions (sich selbst verwaltende Kolonien) enger an Großbritannien zu binden. So wurde auf der Konferenz beschlossen, die Streitkräfte der Dominions nach dem gleichen Muster aufzustellen, wie die British Army. Dies war ein wichtiger Schritt in der Kriegsvorbereitung des Ersten Weltkrieges, in den Europa und die Welt nicht hineingetaumelt sind. Vielmehr hatte Großbritannien den Krieg von langer Hand vorbereitet.
1909 nahm Milner an einer Konferenz der imperialen Presse teil, die von der Geheimen Elite organsisiert worden war. Über 600 Pressevertreter aus den Kolonien und Dominions kamen in der Shephard´s Bush Exhibition Hall mit Politikern aus Regierung und Opposition sowie Vertretern aus Heer und Flotte zusammen. Lord Rosebery begrüßte die Delegierten. Wichtigstes Thema der Konferenz war die Verteidigung des Imperiums. Als Redner traten auf, Asquith, Haldane, Churchill und Milner, wobei Milner argumentierte, dass große Armeen ein Mittel zur Wahrung des Friedens seien. Die Konferenz diente dazu, die Presse auf Linie für die Kriegsvorbereitungen zu bringen und war ein voller Erfolg. Es waren die Konferenzteilnehmer, die 1914 die jungen Männer der Kolonien und Dominions dazu brachten, sich freiwillige für den Kriegsdienst zu melden. Über die Presseorgane gelang es der Geheimen Elite Einfluss auf die politische Meinung des gesamten Imperiums zu nehmen, denn wer die Medien beherrscht, lenkt die Gedanken und Einstellungen der Menschen.

(vgl. Gerry Docherty und Jim Mcgregor: Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Welkrieg stürzte, S. 27, S. 170-173, Rottenburg, 22017)

 

Alfred Milners Tafelrunde war mehr als ein Kindergarten
Milner hatte schon während seiner Zeit in Südafrika Einfluss auf die Gedanken der nächsten Generation genommen und ihr die Idee eines gemeinsamen Imperiums aller englischsprachiger Menschen eingegeben. Viele dieser jungen Männer kamen nach Großbritannien zurück, um sich nun unter der Anleitung ihres Mentors Milner für die Errichtung eines einheitlichen Imperiums zu verschwören. Dazu sollten kleine aber einflussreiche Gruppen gebildet werden, die diesen Plan vorantrieben.
Sie bezeichneten sich selbst als Tafelrunde, denn hier sollten alle Mitglieder, in Anlehnung an die Tafelrunde des König Artus,  gleichgestellt und gleich wichtig sein, von anderen wurden sie auch als Milners Kindergarten bezeichnet. Sie verfolgten ein gemeinsames Ziel und schätzten die offene Debatte. In Wirklichkeit waren sie nur ein Ableger der Geheimen Elite. Wer sich dessen bewusst war, ist fraglich. Milner war die Obrigkeit, die alle anerkannten und der alle dienten. Seine Getreuen aus Südafrika mischten sich unter neue Anhänger wie Sir Alfred Zimmern, Sir Reginald Coupland und die amerikanischen Millionäre Waldorf und Nancy Astor. Letztendlich waren die verschiedenen Gruppen innerhalb der Tafelrunde nichts anderes als Propagandawerkzeuge, mit der Aufgabe, die Dominions im Krieg gegen Deutschland auf der Seite des Imperiums zu ziehen. Zur Umsetzung dieser Ziele wurden in den wichtigsten britischen Niederlassungen und den USA halb geheime Zirkel gegründet, die Round-Table-Gruppen. Ein weiteres wichtiges Ziel waren ihre engen Verbindungen zu den Vereinigten Staaten zu vertiefen. Auch in New York wurde eine Round-Table-Gruppe gebildet, die für eine enge Verbindung von Westminster und Washington auf der politischen Ebene und zwischen der City of London und der Wall Street auf der finanziellen Ebene sorgen sollte. Die Gruppe arbeitete verdeckt, außer Sicht von Parlament und Presse. Die Mitglieder des Rond-Table strebten nach politischem Einfluss, ohne sich dabei in der Öffentlichkeit zeigen zu wollen. Alles geschah im Geheimen. Sie waren überzeugt, zum Wohle der Nation zu handeln, ohne sich dem Willen des Volkes zu unterwerfen. Die Demokratie war für sie ein Werkzeug, mit dem sie ihr eigenes Handeln verstecken konnten.
Durch die finanzielle Unterstützung aus dem Bereich der Hochfinanz, wie dem Rhodes Trust, J. P. Morgan und den Rockefellers entstanden weitere Ableger des Round-Table in London, Südafrika, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA. Bei geheimen Treffen ging es nun darum, zu ihrer Philisophie passende Lösungen in den verschiedenen Ländern zu erarbeiten. In den wichtigsten Ländern des Imperiums sollten sie auf die Kolonialregierungen und die Presse einwirken. Das war die Erweiterung der Ziele, die schon auf der Konferenz der imperialen Presse propagiert worden waren. So wurde die Grundidee nach einem einheitlichen Imperium der englischsprachigen Welt vorangetrieben. Sobald das Grundgerüst stand, und es in allen Teilen der Welt wohlwollende Unterstützer gab, konnte die Verschwörung zu einem umfassenden Kreuzzug übergehen.

(vgl. Gerry Docherty und Jim Mcgregor: Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Welkrieg stürzte, S. 174-175, Rottenburg, 22017)

 

Die Pilgrims Society – die Verschwörung erreicht die USA
Im Gegensatz zu Großbritannien, das Anfang des 20. Jahrhunderts noch unter starkem Eingfluss der Aristokratie stand, war die Macht in den USA anders verteilt. Hier gab es keinen Adel und keinen Monarchen an der Spitze des Staates. Die USA waren eine bürgerliche Demokratie. Trotzdem war die politische Macht nicht gleichmäßig verteilt, denn Geld regiert die Welt. So verhielt es sich auch in den USA.
Die Industrialisierung in den USA hatte zur Folge, dass sich einige Monopolisten herausbildeten, welche die finanzielle Macht besaßen, Zeitungen zu besitzen und so die Meinungen des Volkes zu beeinflussen. So nahmen sie natürlich auch Einfluss auf die Politik. Zu dieser neuen Klasse der Millionäre gehörten die Rockefellers, Carnegies, Morgans, Vanderbilts und ähnliche Größen. Die Rothschilds vertraten ihre Interressen in den USA durch Deckfirmen oder durch von ihnen kontrollierte Argenturen. Durch geheime Absprachen teilten sie die Geschäftswelt der USA untereinander auf. Die kleine Gruppe der Superreichen auf beiden Seiten des Atlantiks kannte sich sehr gut. Und so war es kein Wunder, dass sie schließlich zusammenarbeiteten und die Welt untereinander aufteilten. Dazu gründeten sie einen exklusiven Club, die Pilgrims Society. Die Pilgrims Society wurde am 11. Juli 1902 in London gegeründet und die New Yorker Ortsgruppe wurde am 13. Januar 1903 gegründet. Offiziell diente die Pilgrims Society dem Zweck, zwischen Großbritannien und den USA eine Atmosphäre des guten Willens, der Freundschaft und des Friedens zu fördern und sich weltweit für Demokratie einzusetzen. Die meisten Mitglieder haben wahrscheinlich wirklich daran geglaubt, etwas Gutes zu tun. Doch wenn man sich ansieht, wer zu ihren Mitgliedern gehörte, nämlich die reichsten Männer Großbritanniens und der USA, erkennt man schnell, dass hier wieder die Geheime Elite am Werke war. Die heutige Schirmherrin der Gesellschaft ist Königin Elisabeth II.
Um die Verbindung zwischen Großbritannien und den USA zu festigen, führten die Londoner Mitglieder folgende Tradition ein. Sie waren die allerersten, die den neuen amerikanischen Botschafter in Großbritannien offiziell bei einem Dinner begrüßten. Ebenso  wurde jeder britische Botschafter mit einem feierlichen Essen in die USA verabschiedet und nach Ende seiner Dienstzeit auch wieder begrüßt. Die New Yorker Mitglieder führten ähnliche Traditionen ein. London und New York wurden die Machtzentren der Finanzwelt und der Weltpolitik. Noch heute führen die USA ihre Kriege in allen Teilen der Welt mit der Absicht, die Demokratie in der Welt zu verbreiten – auch unabhängig von UNO und Völkerrechte.
Die Pilgrims Society war einer der ersten Think Tanks und zusammen mit Milners Tafelrunde nahm die Geheime Elite mit ihrer Hilfe Einfluss auf nationale und internationale Politik und die Presse. Da die Mitglieder die internationale Finanzmacht darstellten, fehlte jetzt nur noch eine international tätige Großbank, um die Geschicke der ganzen Welt zu lenken. Die neue Weltordnung war kurz vor ihrem Abschluss.

(vgl. Gerry Docherty und Jim Mcgregor: Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Welkrieg stürzte, S. 236-237, Rottenburg, 22017)

 

Die Gründung der FED – das Federal Reserve System
Unter strengster Geheimhaltung kam es im November 1910 auf Jekyll Island zu einem Geheimtreffen von sieben Personen. Diese waren:
Nelson W. Aldrich, Vorsitzender der Nationalen Währungskommission, Gesellschafter von J.P. Morgan und Schwiegervater von John D. Rockefeller jr.
Abraham Piatt Andrew, Ministerialdirektor des US-Schatzamtes
Frank A. Vanderlip, Präsident der National City Bank of New York, zu jener Zeit die mächtigste Bank der USA, in Vertretung von William Rockefeller und der Internationalen Investmentbank Kuhn, Loeb & Company
Henry P. Davison, Hauptteilhaber der J.P. Morgan Company
Charles D. Norton, Präsident von J.P. Morgans First National Bank of New York
Benjamin Strong, Vorstand der J.P. Morgans Bankers Trust Company
Paul Warburg, ein Partner von Kuhn, Loeb & Company und Vertreter der Rothschildschen Banken-Dynastie in England und Frankreich sowie Brudder von Max Warburg, der zum Vorstand des Warburschen Bankenkonsortiums in Deutschland und den Niederlanden gehörte.
Aldrich, Davison, Strong, Vanderlip und Warburg waren zudem Mitglieder der Pilgrims Societey.
Bei dem Treffen ging es darum, eine Zentralbank für die USA ins Leben zu rufen, die ganz im Sinne der Geheimen Elite war. Der Begriff Zentralbank sollte vermieden werden, um das Volk hinters Licht zu führen, das Gegner einer Zentralbank war. Daher nannte man die Bank Federal Reserve System oder einfach FED. Auch wenn man vermuten könnte, dass es sich hierbei um eine staatliche Institution handele, sollte sie vollständig im Besitz privater Banken bleiben. Mitgieder der amerikanischen Bankendynastien  würden die Aktien halten, also die Morgans, Warburgs Schiffs und Rockefellers.
Als zentrale Notenbank sollte sie das Monopol auf alles Geld und alle Kredite der Bevölkerung der Vereinigten Staaten besitzen. Sie würde die Zinssätze kontrollieren und die sich im Umlauf befindende Geldmenge. Ziel war es aus dem Nichts Geld zu schaffen, um es gegen Zins zu verleihen. Für eventuelle Verluste würde der Steuerzahler aufkommen.
Der erste Versuch, die Idee der FED als Gesetz durch den Senat zu bringen, misslang, da die Senatoren eine zu große Nähe zu den Bankiers der Wall Street vermuteten. Der zweite Anlauf wurde von langer Hand geplant. Bei den Präsidentschaftswahlen unterstützten die Banker des Geldadels den kaum bekannten Woodrow Wilson und brachten ihn schließlich als Präsidenten ins Weiße Haus. Mit seiner Hilfe und der Unterstützung von genügend Senatoren wurde das Gesetz zur Gründung der FED am 23.12.1913 verabschiedet. Die Geheime Elite war nun nicht nur im Besitz der US amerikanischen Notenbank, sie hatte auch ihren eigenen Präsidenten im Weißen Haus sitzen..
Wozu diente das? Die europäsichen Nationen Großbritannien, Russland, Frankreich und Deutschland waren durch die immense Aufrüstung im Vorfeld des Ersten Weltkrieges finanziell kurz vor der Pleite. Wie gut, dass es nun eine hilfreiche Bank – die FED in Amerika – gab, welche die europäischen Nationen mit ausreichend Krediten bediente. Um das Ganze nun weiter voranzutreiben, fehlte eigentlich nur noch ein Krieg, an dem oben genannte Nationen beteiligt sein müssten. Dieser begann am 28. Juli 1914. Und während des ganzen Krieges finanzierte die FED die kriegsführenden Parteien.
Natürlich war nicht die Gründung der FED alleiniger Grund für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Hier spielten noch andere Interessen des Britschen Imperiums und der Machtelite der Welt eine wichtige Rolle. Doch aus heutiger Sicht ist die historische Darstellung, wonach das Deutsche Kaiserreich die alleinige Kriegsschuld zu tragen habe, nicht mehr haltbar. Was in diesem Zusammenhang stimmt, ist der Umstand, dass Deutschland die finanzielle Last der Folgen des Krieges allein zu begleichen hat, wie es im Vertrag von Versailles festgelegt wurde.

(vgl. Gerry Docherty und Jim Mcgregor: Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Welkrieg stürzte, S. 246-247, Rottenburg, 22017)

 

Vom Royal Institute of  International Affairs zum Council on Foreign Relations – CFR
Um noch mehr Kontrolle zu erlangen, wurden zwischen 1919 und 1927 in den verschiedenen Ländern die Institutes of International Affairs gegründet. In den USA war es das Council on Foreign Relations – CFR. Ihre Aufgabe beschreibt folgender Wikipedia-Eintrag sehr schön.
„Der Council on Foreign Relations (CFR; deutsch Rat für auswärtige Beziehungen) ist eine private US-amerikanische Denkfabrik mit Fokus auf außenpolitische Themen mit Sitzen in New York City und Washington. Die Gesellschaft wurde 1921 in New York von Edward M. House in Zusammenarbeit mit den deutschstämmigen Bankiers Paul M. Warburg und Otto Hermann Kahn, Amerikas einflussreichstem Journalisten, Walter Lippmann, sowie New Yorker Unternehmern, Bankiers und hochrangigen Politikern gegründet.
Dem Council wird seit seiner Entstehung eine herausragende Funktion im Formulierungsprozess außenpolitischer Strategien zugesprochen und er gehört mit den mit dem CFR eng verwobenen Chatham House und Carnegie Endowment for International Peace zu den vier weltweit einflussreichsten privaten Think Tanks. Der CFR ist Herausgeber der zweimonatlich erscheinenden Foreign Affairs, einer Fachzeitschrift auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen. Hauptsitz des Council on Foreign Relations ist seit dem 16. April 1945 das ehemalige Wohnhaus des Standard-Oil-Direktors Harold Irving Pratt an der 58 East 68th Street/Park Avenue an der Upper East Side im New Yorker Stadtteil Manhattan. Außenstellen befinden sich in Washington, London und Tokio…“

(Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Council_on_Foreign_Relations)

 

Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) bestimmen die Geschicke der Welt
Bis heute ist aus der geheimen Elite ein Netzwerk zahlreicher privater Organisationen entstanden. Hierzu gehören Stiftungen, Think Tanks und Vereine, die alle politische oder wirtschaftliche Ziele verfolgen. Diese Organisationen unterliegen keiner staatlicher Aufsicht oder Kontrolle – es sind private Organisationen.  Eine Übersicht über solche NGOs habe ich hier nach Gründungsjahr sortiert zusammengestellt und, so weit möglich, mit Wikipedia verlinkt. Hier findet man Führungspolitiker und Manager der weltgrößten Wirtschaftsunternehmen.

1903 – Rhodes Stipendien
1913 – Rockefeller Foundation
1920 – Chatham House
1921 – Council on Foreign Relations
1921 – Ford Foundation
1936 – Lilly Endowment
1948 – Rand Corperation
1948 – American Committee on United Europe
1948 – Europäische Bewegung International
1950 – Aspen-Institute
1952 – Atlantik-Brücke
1952 – Population Council
1954 – Bilderberg-Konferenz
1954 – European Cultural Foundation
1955 – Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik
1962 – Center for Strategic and International Studies – CSIS
1963 –  Münchner Sicherheitskonferenz
1972 – German Marschall Fund
1973 – Trilaterale Kommission
1977 – Bertelsmann-Stiftung
1978 – Human Rights Watch
1978 – Group of Thirty
1983 – National Endowment for Democracy (NED)
1993 – Open Society Foundations
1999 – Gates Foundation
2002 – International Center on Nonviolent Confict
2007 – Avaaz-Foundation
2009 – Foreigen Policy Initiative

 

Die Bedeutung der parlamentarischen Demokratie für die Fassadendemokratie
Der einzelne Bürger der Bundesrepublik Deutschand ist der Souverän. Von ihm geht alle Macht aus. Von mir, von uns als Volk geht alle Macht aus? Unsere politische Macht besteht darin, dass wir alle im Abstand von vier Jahren ein Kreuz machen dürfen. Beim Ankreuzen dürfen wir wählen, wem unsere Macht für die nächsten vier Jahre übertragen wird. Wir können unsere Macht verschiedenen Farben – Parteien genannt – übertragen. Es gibt Schwarz, Rot, Gelb, Grün, Lila und Blau. Dabei ist es unerheblich, welche Farbe die Regierung übernimmt. So lange sich alle Farben innerhalb eines bestimmten Rahmens (Frame) bewegen, dürfen sie mitspielen. Und wenn jemand den Rahmen verlässt, nimmt die Bundeskanzlerin als Spielleiterin die freie, demokratische Entscheidung „unabhängiger“ Parlamentarier wieder zurück. Dies war im Februar 2020 bei der Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Thüringen zu beobachten.
Bei den Europawahlen 2019 gab es folgende Spitzenkandiadaten der größten Parteien Deutschlands:
Mafred Weber – CDU/CSU
Katarina Barley – SPD
Ska Keller Die – Grünen
Martin Schirdewan – Die Linke
Jörg Meuthen – AfD
Nicola Beer – FDP
Zur Präsidentin der EU Kommission wurde dann die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gewählt. Die Wahl ging aber nicht von den europäischen Wählern aus, denn Frau von der Leyen war ja keine Kandidaten der EU-Wahl. Sie wurde von den EU-Politikern gewählt. Wo ist hier die Demokratie? Ach ja, es ist eine repräsentative Demokratie. Das bedeutet aber, dass dies wenig mit Demokratie als Mittel zur Umsetzung des Willens der Wähler zu tun hat. Diese Form der Demokratie ist vom Wählerwillen abgekoppelt. Sie dient der geheimen Elite, ihren politischen Willen umzusetzen. Sie ist Bühne der Fassadendemokratie auf der die gewählten Schauspieler – die Politiker ihr Stück mit dem Titel Demokratie aufführen.

 

NGOs im politischen Deutschland
Im Gegensatz zum Wähler nehmen auch in Deutschland diverse NGOs Einfluss auf die politischen Entscheidungen. Kurz nach der Demonstartionen der Anhänger der NGO Fridays for Future werden in Deutschland Teile der Luft besteuert, damit meine ich den CO2-Anteil der Luft. Durch fast alle menschlische Tätigkeiten steigt der CO2-Anteil der Luft. Ich atme, ich benötige Wärme, ich muss heute mobil sein, ich habe ein Haus bauen lassen. All das geht nur mit dem Ausstoß von CO2. Wir zahlen, damit neue Industrien entstehen können, wie die Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen oder die ganze Elektromobilität. Ich wurde jedoch nicht gefragt ob ich das will oder nicht. Ist das Demokratie? Ja, denn so funktioniert die Fassadendemokratie. Es heißt Demokratie und nur darauf kommt es an. Demokratische Prozesse, an denen ich Teil haben kann, suche ich vergeblich. Meine Teilnahme ist auch nicht gewünscht. Unsere Politiker sind Protagonisten, die den Willen der geheimen Elite umsetzen und uns die Umsetzung als demokratischen Willen des Souveräns verkaufen. Die parlamentarische Demokratie ist die Maske der Fassadendemokratie hinter der sie sich versteckt.
Wem nutzt das? Es nutzt den Großindustriellen bei der Umverteilung des Geldes von unten nach oben. In unserem Wirtschaftssystem muss es ein Wachstum geben, dies ist Grundvoraussetzung für das Weiterbestehen des Systems. Es werden im Zuge des Klimawandels ganz neue Industriezweige geschaffen die riesige Geldmengen verschlingen. Ob das für uns Bürger sinnvoll ist, wird sich zeigen.

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“
(Horst Seehofer, ARD-Sendung Pelzig unterhält sich, 20.05.2010. In: Compact Speziel Nr. 20, 12/2018, S. 10)

 

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